Das Grundlagenwerk zur Stadtgeschichte stammt aus der Feder des waldeckischen Heimatforschers Robert Wetekam und erschien 1964 mit dem Titel „Landau – Die Geschichte einer Waldeckischen Festungsstadt” im Selbstverlag der Stadt Landau. Sie ist vergriffen. (Kontakt für Auszüge aus der Chronik als pdf oder bei sonstigen Fragen: Ralph Busch, 05696 – 1355)

Das andere entstand als Gemeinschaftswerk Landauer Autorinnen und Autoren zum Jubiläumsfest „700 Jahre Stadtrechte” 1994. Es trägt den Titel „Landau – Der Geschichte zweiter Teil”. Untertitel: „Nachträge und Ergänzungen zur Stadtchronik”. Sein Anspruch: die Chronik bis in die 1990-er Jahre fortschreiben und um Themen ergänzen, die nicht oder nur oberflächlich behandelt wurden. Umfassend und wissenschaftlich bearbeitet sind dabei unter anderem die Kapitel zur Geschichte des Schützenvereins, der jüdischen Gemeinde, des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit in Landau sowie zum „Landögger Platt”. Zu kaufen und auszuleihen ist es in der Stadtbücherei.

Ein hochkarätiges Buch erschien 2017 zum 500-jährigen Bestehen der Schützengilde Landau. Sein Titel: „Die Schützengilde in fünf Jahrhunderten”. Der Untertitel: „Uff das allerseits Friede undt Einigkeit bey unß gepflantzt und erhalten werde.” In mehr als zwei Jahren Arbeit hat sie ein Autorenteam um den Historiker und gebürtigen Bergstädter Dr. Karl Murk zusammengestellt. Sie spannt den Bogen von den Ursprüngen der Schützengilden am Beispiel Landaus über ihre Rolle in der frühen Neuzeit bis hin zu ihrer Funktion als Festgemeinschaften. Einkünften und Finanzen ist ebenso ein Kapitel gewidmet wie den Kleinodien, der Entwicklung der Gilde und ihren Unterabteilungen nach 1945 sowie der Bedeutung der Schützenfeste für die Bergstadt – um nur einige Aspekte zu nennen. Als Autoren beteiligt waren sowohl mehrere Historiker als auch engagierte Bergstädter. Ergebnis der professionellen Recherche: Für das Gründungsjahr 1517 der Landauer Gilde gibt es keinen zuverlässigen Hinweis in den Archiven.

Herausgeber: Karl Murk im Auftrag der Schützengilde (ISBN: 978-3-00-056120-7)

Bildbände

Die neuere Landauer Geschichte ist auch anhand dreier Bildbände nachgezeichnet, für die Ralph Busch eine Unmenge an historischen Fotos ausgewertet und mit verschiedenen Schwerpunkten beschrieben hat:

Eine Zeitreise bis ins 19. Jahrhundert zurück bietet das Buch „Landau in Waldeck – Bühle / Volkhardinghausen” mit mehr als 200 alten Fotos, das 2011 erschienen ist. Bilder der alten Straßenzüge, Häuser und auch der Menschen aus der Zeit zwischen 1890 und 1970 sorgen für eine spannende Lektüre. Zum Vergleich gibt es auch neuere Fotos der Stadt.

Der zweite Bildband „Landau … deine Menschen” zeigt auf mehr als 200 Seiten über 400 Fotos aus der gleichen Zeit. Es sind Gruppenfotos von Familienfeiern, Hochzeiten, Schulklassen, Vereinen, Konfirmationen, aus der Landwirtschaft, dem alltäglichen Leben und mehr, die dieses Buch noch spannender machen als das vorige. Weit über 6000 Namen der abgebildeten Personen sind verzeichnet. Nicht alle konnten auf den Bildern auch dem jeweiligen Konterfei zugeordnet werden, aber viele „alte Landauer” werden sich und andere Familienmitglieder, Freunde und Schulkameraden wiedererkennen.

Geschichten und Fotos aus längst vergangener Zeit und aktuelle Ansichten sind der Stoff, aus dem der dritte Bildband „Landau – gestern und heute” gemacht ist. Auch er beginnt bei der Gründung der Bergstadt, leitet aber nach wenigen Seiten zur Geschichte über – zur jüngeren, fotografisch belegten Vergangenheit. Das Ergebnis ist ein spannender, reich bebilderter Streifzug mit Randnotizen, Tagebucheinträgen, Berichten von Ereignissen und Erinnerungen sowie stimmungsvollen neuen fotografischen Ansichten aus Landau und seiner Umgebung. 

Ortssippenbuch

Das Landauer Ortsippenbuch war schon kurz nach seinem Erscheinen 1961 vergriffen. Die Familienexemplare sind inzwischen meist vergilbt, verlieren Blätter oder sind in andere Hände weitergegeben worden. Seit 2013 gibt es einen Nachdruck im Festeinband mit 452 Seiten. Mit Erlaubnis von Klaus Wendt, Vorsitzender des Waldeckischen Geschichtsvereins, wird der Nachdruck zum Selbstkostenpreis angeboten (Kontakt: Ralph Busch, 05696 – 1355).