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Geschichte

Bald 725 Jahre Stadtgeschichte sind für Landau dokumentiert. Zwei Bücher zeichnen sie nach (die beide in der Stadtbücherei auszuleihen sind).

Das eine stammt von dem waldeckischen Heimatforscher Robert Wetekam und erschien 1964 mit dem Titel "Landau – Die Geschichte einer Waldeckischen Festungsstadt".

Das andere entstand als Gemeinschaftswerk Landauer Autorinnen und Autoren zum Jubiläumsfest „700 Jahre Stadtrechte" 1994. Es trägt den Titel "Landau – Der Geschichte zweiter Teil". Sein Anspruch: die Chronik bis in die 1990-er Jahre fortschreiben und um Themen ergänzen, die nicht oder nur oberflächlich behandelt wurden. Umfassend und wissenschaftlich bearbeitet sind dabei unter anderem die Kapitel zur Geschichte des Schützenvereins, der jüdischen Gemeinde, des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit in Landau sowie zum „Landögger Platt".

Eine Zeitreise bis ins 19. Jahrhundert bietet ein Bildband mit mehr als 200 alten Fotos, der 2011 erschienen ist. Ralph Busch hat dafür rund fünf Jahre lang alte Fotografien gesammelt. Ein zweiter Bildband, bei dem Gruppenfotos von Familienfeiern, Hochzeiten, Schulklassen und mehr im Mittelpunkt stehen, ist bereits in Arbeit.

Der Beginn einer Geschichtswerkstatt könnte mit einem Nachmittag gemacht sein, der Heinrich Lüttecke gewidmet war, dem Landauer Schuhmacher und bekanntesten Waldecker Märchenerzähler.

 

Zeittafel

1290

Landau wird erstmals urkundlich erwähnt.
1294 Landau wird als "novum oppidum (neue Stadt) benannt. Die Stadtgründung erklärt sich aus politischen Begebenheiten und aus dem Streben der waldeckischen Grafen nach Sicherung ihres Gebietes. Die Lage des Ortes auf der Bergkuppe läßt sich strategisch erklären, der Name vermutlich durch den herrlichen Blick in die Umgebung: "Miine läiwe Landogge" ist zum Auge (ooge = Auge) der Landschaft geworden und nicht zu übersehen.
1330 Um das Jahr 1330 wird die Burg zum Schloß umgebaut. Hier residierten von 1397 bis 1495 die
ältere und von 1550 bis 1597 die neuere Landauer Linie des waldeckschen Grafenhauses.
Ende des13.Jahrhund. Eine Kapelle entsteht in romanischer Gundhaltung, die später zu gotischem Stil übergeht. Sie wird auf einer Krypta errichtet und dient später der gräflichen Familie als Begräbniskapelle.
1500 Um das Jahr 1500 wird an der Kapelle nach Westen hin eine Hallenkirche angebaut. Der Kirchturm wird gegen 1550 fertiggestellt.
1535 Wasserkunst ist fertig und versorgt das nahezu grundwasserlose Landau mit Trink- und Löschwasser 1555 entsteht der Marktkump.
1536 Die Schule in Landau wird erstmals erwähnt. Erneut sucht die Pest den Ort heim.
1544 Das Schulgebäude entsteht, das bis zum Abriß in den 60er Jahren dieses Jahrhunderts das älteste Haus in Landau war.
1545 Das wahrscheinlich älteste Wohnhaus, das heute noch in Landau steht, wird gebaut. Hinterstr. 12.



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