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Geschichte des Landauer Freibads

Wir erzählen hier die kleine Geschichte einer Sport- und Freizeiteinrichtung, herrlich gelegen, am Fuße einer sehr kleinen Stadt, eine der ältesten ihrer Art in Waldeck. Sie hat ihre Existenz einem Verein zu verdanken, sie wurde 52 Jahre lang kommunal verwaltet, und heute muss wieder ein Verein für ihren Fortbestand sorgen. Der Kreis hat sich geschlossen.

In einem Aufsatz in der Frankfurter Allgemeinen über die Glücksforschung heißt es, man wisse mittlerweile ziemlich gut, was Menschen glücklich macht. Kaum etwas mache die Menschen glücklicher, schrieb der Autor, als ein Schwimmbad im Sommer. Und: "Wenige staatliche Einrichtungen wurden so zuverlässig in so vielen Generationen mit reinem Glück verbunden wie einigermaßen großzügige und gepflegte Schwimmbäder, in denen sich alle trafen. So unermesslich die Schulden der öffentlichen Hand auch sein mögen – dieses Geld war nicht verschwendet."

Wir zitieren aus diesem Text vor allem deshalb, weil wir glauben, dass stimmt, was dort über das Glück steht. Fast jeder von uns hat Bilder von heißen Tagen im Schwimmbad im Kopf, im Landauer Schwimmbad. Als wir Kinder waren, erschien es uns in endlos langen Sommerferien wie ein Ort völlig unbeschwerten Daseins. Als Jugendliche haben wir hier entsetzlich viel Blödsinn gemacht, es war der Sommer-Treffpunkt schlechthin. Für uns als Erwachsene ist es, in allerdings deutlich abnehmender Zahl, überwiegend eine Stätte des Müßiggangs.

Manche kommen auch zum Schwimmen hierher.

Natürlich hat jeder seine ganz eigenen Bilder im Gedächtnis, seine eigenen Erinnerungen. Bei allen älteren Landauern sind sie geprägt worden von der alten Badeanstalt.. Die später Geborenen dagegen kennen das Bad aus eigener Anschauung nur so, wie es sich heute zeigt. Ein 50 m langes und 19,60 m breites Becken, dazu das kleine für die Kinder, der Trakt mit Kiosk, Umkleidekabinen und Umwälzanlage.

freibad_60er

Ihr Freibad eben. Wir haben es im wesentlichen einer Investitionsentscheidung von Bürgermeister Heinrich Viering und der Gemeindevertretung in den 60er Jahren zu verdanken. Sie setzten einen großanlegten Umbau durch, der faktisch ein Neubau war. 1964 startete er. Die alte Badeanstalt war in die Jahre gekommen, und sie war in mancherlei Hinsicht nicht mehr zeitgemäß.




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